Kanzlei Stefan Loebisch, Passau – Online

Hervorgehoben

_ Rechtsanwalt Stefan Loebisch

Neue Adresse seit dem 02.09.2013:

_ Luragogasse 5, I. Stock / Ecke Domplatz,
_ 94032 Passau

_ Telefon +49 (0) 851 / 756 80 74
_ Telefax  +49 (0) 851 / 756 80 76
_ info@loebisch.de

Anfahrt, Parkplätze, Stadtplan: →hier.

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OnlinePayment AG mit Zahlungsaufforderung – Virus-Warnung!

Nicht zum ersten mal ging in der Kanzlei Stefan Loebisch eine Zahlungsaufforderung einer „OnlinePayment AG“ ein mit dem Vorwurf, eine Zahlungserinnerung nicht beachtet zu haben, und mit der Aufforderung, eine angeblich nicht bezahlte Rechnung auszugleichen. Welcher Rechnungsbetrag offen stehen soll, wird in der E-Mail nicht gesagt. Die Einzelheiten sollen sich aus dem Anhang ergeben – einer ZIP-Datei… Vorsicht Virus!

Aktuelle Zahlungsaufforderung der OnlinePayment AG durch Rechtsanwalt

Von Anwalt zu Anwalt – die aktuelle Zahlungsaufforderung der OnlinePayment AG ist von einem angeblichen Rechtsanwalt Florian Schulze unterzeichnet. Sie hat folgenden Wortlaut:

„Sehr geehrte(r) Stefan Loebisch,

leider mussten wir gerade feststellen, dass die Zahlungserinnerung ID [Nummer] bislang ohne Reaktion Ihrerseits blieb. Jetzt gewähren wir Ihnen nun letztmalig die Möglichkeit, den ausstehenden Betrag der Firma OnlinePayment AG zu decken.

Aufgrund des bestehenden Zahlungsverzug sind Sie gezwungen außerdem, die durch unsere Beauftragung entstandene Kosten von 94,84 Euro zu tragen. Bei Fragen oder Unklarheiten erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Werktagen. Um zusätzliche Kosten auszuschließen, bitten wir Sie den fälligen Betrag auf unser Bankkonto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 22.03.2017.

Gespeicherte Personalien:

Stefan Loebisch

Luragogasse 5

94032 Passau

Tel. [Es folgt die Handy-Nummer]

Überweisen Sie den fälligen Betrag unter Angaben der Rechnungsnummer so rechtzeitig, dass dieser spätestens zum 30.03.2017 auf unserem Bankkonto eingeht. Falls wir bis zum genannten Termin keine Überweisung einsehen, sind wir gezwungen Ihre Forderung an ein Inkasso zu übergeben. Alle damit verbundenen Zusatzkosten werden Sie tragen.

Eine vollständige Kostenaufstellung Nummer [Ziffernfolge], der Sie alle Buchungen entnehmen können, befindet sich im Anhang.

Mit verbindlichen Grüßen

Rechtsanwalt Florian Schulze“

Ungewöhnlicher „Workflow“ belegt Fake-Abmahnung

Bereits die Tatsache, dass der angebliche Herr Kollege Schulze keinerlei Kanzleiadresse angibt, zeigt, dass es sich nur um eine Fake-Mahnung handeln kann. Auch die Kosten von 94,84 € sind für einen echten Rechtsanwalt nicht recht nachvollziehbar – welcher Gebührentatbestand nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz liegt zugrunde? Um welchen Gegenstandswert soll es sich handeln?

Erst recht das Eskalationsszenario entspricht nicht der üblichen Vorgehensweise: Hier mahnt erst der Rechtsanwalt, und dann soll die Sache einem Inkassounternehmen übergeben werden. Normalerweise ist es genau umgekehrt: Erst schreibt das Inkassounternehmen, und dann der Rechtsanwalt – wenn überhaupt ein Inkassounternehmen eingeschaltet und die Angelegenheit nicht von Anfang an dem Anwalt übergeben wird. Der Grund: Wenn alle Mahnungen nicht weiterhelfen, bleibt am Ende nur der Gang zu Gericht. Und da ist dann der Rechtsanwalt gefragt.

Adressdaten aus Datenleck

Nach einem Bericht auf onlinewarnungen.de stammen die Adressdaten, die in der Zahlungsaufforderung der OnlinePayment AG aufgeführt werden, aus einem früheren Datenklau bei eBay. Der Gedanke ist jedenfalls nicht abwegig, wie E-Mail-Adresse und Handynummer zeigen…

Malware im Anhang? Finger weg!

Alle Warnlichter sollten bei dem Anhang aufleuchten: Es handelt sich nicht, wie üblich bei elektronischen Rechnungen und Kontoübersichten, um eine PDF-Datei, sondern um eine ZIP-Datei mit der Dateibezeichnung [Datum Vorname Nachname.zip]. Was sich im einzelnen darin verbirgt, kann erst festgestellt werden, wenn die ZIP-Datei geöffnet und der Inhalt entpackt wird. Dann aber ist es eventuell bereits zu spät: Vieles spricht dafür, dass auch diesmal keine Rechnung im Anhang steckt, sondern eine ausführbare .exe-Datei, die einen Trojaner installiert oder sonstige Schadsoftware nachlädt.

Also Finger weg von dubiosen Zahlungsaufforderungen der OnlinePayment AG mit ZIP-Dateien im Anhang! Runter damit vom Computer – die Mail sofort ungelesen zu löschen, ist der sicherste Weg.

 

© RA Stefan Loebisch | Kontakt

 

OS-Plattform: Abmahnung RA Sandhage für Marcel Frank

Hier liegt eine Abmahnung aus dem Wettbewerbsrecht vor, die Rechtsanwalt Gereon Sandhage aus Berlin für Herrn Marcel Frank, Teltow, übersandte. Beanstandet werden ein fehlender Hinweis und ein fehlender Link auf die OS-Plattform entsprechend der ODR-Verordnung in einem eBay-Angebot des Abmahnungsempfängers. Weiterlesen

Urteil: Auch keine Gewährleistung bei nachträglich vereinbarter Schwarzarbeit

Nachträgliche Schwarzgeld-Vereinbarung und Gewährleistung für mangelhafte Arbeit – der Bundesgerichtshof entschied mit Urteil vom 16.03.2017, Az. VII ZR 197/16: Auch nachträglich vereinbarte Schwarzarbeit hat zur Folge, dass ein Werkvertrag nichtig ist und Gewährleistungsansprüche für mangelhafte Arbeit nicht geltend gemacht werden können. Weiterlesen

Filesharing-Urteil aus Deggendorf: M.I.C.M. Mircom nicht aktivlegitimiert und verliert

Das Amtsgericht Deggendorf entschied in einem Filesharing-Prozess mit Urteil vom 14.11.2016, Az. 1 C 525/16: Der M.I.C.M. Mircom International Content Management & Consulting LTD fehlt die erforderliche Aktivlegitimation, um in einem Filesharing-Gerichtsverfahren gegen den Anschlussinhaber Lizenz-Schadensersatz und Ersatz der Abmahnkosten geltend machen zu können. Weiterlesen

Abmahnung Daniel Sebastian für DigiRights Administration GmbH „Bon Bon“ und „Policeman“

Aktuelle Filesharing-Abmahnung aus dem Urheberrecht:

Hier liegt unter anderem neu eine Filesharing-Abmahnung von Rechtsanwalt Daniel Sebastian aus Berlin für die DigiRights Administration GmbH vor. Gegenstand der Abmahnung sind die Musikstücke „Era Istrefi – Bon Bon“ und „Eva Simons – Policeman“. Abgemahnt wird eine Urheberrechtsverletzung per Filesharing über eine P2P-Internet-Tauschbörse mittels bittorrent. Vom Anschlussinhaber wird die Abgabe einer strafbewehrten Unterlassungserklärung, Ersatz der Abmahnkosten sowie Lizenz-Schadensersatz gefordert. Zur Abgeltung der Zahlungsansprüche wird ein Vergleich über 800 € angeboten. Weiterlesen

Urteil: Facebook muss Fake-News nicht aktiv suchen und löschen

Fake News und Hate Speech auf sozialen Medien und die Verantwortlichkeit des Plattformbetreibers – das Landgericht Würzburg entschied mit Urteil vom 07.03.2017, Az. 11 O 2338/16: Facebook ist grundsätzlich nicht verpflichtet, Verleumdungen durch Facebook-Mitglieder aktiv zu suchen und zu löschen. Weiterlesen

BGH: Anschlussinhaber muss Ehepartner bei Filesharing nicht ausforschen

Filesharing, sekundäre Darlegungslast und Nachforschungspflicht des Anschlussinhabers – der Bundesgerichtshof (BGH) entschied mit Urteil „Afterlife“ vom 06.10.2016, I ZR 154/15: Der Anschlussinhaber muss den Computer des Ehepartners nicht auf Filesharing-Software untersuchen. Der Anschlussinhaber genügt darüber hinaus seiner sekundären Darlegungslast, wenn er vorträgt, seine Ehefrau habe über einen eigenen Computer Zugang zu seinem Internetanschluss gehabt, ohne nähere Einzelheiten zu Zeitpunkt und Art der Internetnutzung durch seine Ehefrau mitzuteilen. Es besteht keine generelle Vermutung, dass der Anschlussinhaber Täter einer Urheberrechtsverletzung ist, die von seinem Anschluss aus begangen worden ist und die er widerlegen oder erschüttern müsste, nur weil er Inhaber des Anschlusses ist. Weiterlesen

Neue Abofalle: Digital Works GmbH mit maps-24-routenplaner.com

Von Frankfurt über Berlin nach Hamburg: Unser aller Lieblings-Routenplaner-Abofalle ist unter neuer Firma und mit neuer Domain weiterhin aktiv. Digital Works GmbH nennt sich das Unternehmen diesmal, Dr. Jürgen Temmer ist angeblich der Geschäftsführer, und unter maps-24-routenplaner.com sollen die Opfer in die Falle tappen. Weiterlesen

Web2Go Solution GmbH droht auch mit Pfändung durch Inkasso-Außendienst

Nach der Media Solution GmbH, der Content Solution GmbH sowie der Solution 24 GmbH entfacht nun auch die Web2Go Solution GmbH als Betreiberin der Routenplaner-Abofalle routenplaner-maps.com mit ihrer „Inkassoabteilung“ (Fettdruck! Rot! Großbuchstaben!) Theaterfeuer und droht am 03.03.2017 per E-Mail mit Pfändung der Wertgegenstände. Wieder gilt: Keine Panik! An dieser Drohung kann nichts dran sein. Weiterlesen

Solution 24 GmbH: Kein Gerichtsvollzieher

Vollmundig und hochdramatisch kündigte die Routenplaner-Abofalle Solution 24 GmbH am 21.02.2017 per E-Mail für den 03.03.2017 um 10 Uhr die große Zwangsvollstreckung durch den Gerichtsvollzieher an. Wie zu erwarten war geschah: gar nichts. Weiterlesen